Trinkempfehlung
Viel kann ich über die Getränke der Chinesen leider nicht sagen, da die Hauptflüssigkeitszufuhr in Form von (zur Verwunderung des normalen Deutschen) Gratistee oder -wasser in Kalt- oder Heißzustand beim Essen stattfand.
Alkohol wird kaum getrunken, selbst die Suche nach einem Glas Sekt an Silvester in China blieb absolut erfolglos.
Der Wunsch nach einer Flasche Rotwein und Bier in einem 5-Sterne-Hotel in China hat ganze 5 Arbeitskräfte für mindestens 20 Minuten in den totalen Aufregungszustand versetzt und führte zu einem Resultat, das wegen der 100%igen Absurdität schon wieder einen charmanten Eindruck hinterlassen und uns zum Schmunzeln gebracht hat:
Das da im Sektkühler ist übrigens das gute Tsingtao-Bier und die Eiswürfel waren (von der Bedienung) für den kühlschrankkalten Rotwein gedacht. Die Miniaturrotweingläser und das zum Bierglas umfunktionierte Whiskeyglas sind ungewohnt, beeinträchtigen das Ergebnis aber nicht. Für die Bemühungen gab es auf jeden Fall die volle Punktzahl und schließlich ist es ja der gute Wille, der zählt.
Empfehlenswert allerdings, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig, ist der an jeder Straßenecke erhältliche
“Bubble tea”:
Ich hab mir sagen lassen, dass dieser Tee mittlerweile auch in den USA populär geworden ist, mir persönlich ist dieses interessante Getränk hierzulande noch nicht über den Weg gelaufen. Er besteht in der Ursprungsversion aus recht unspektakulärem, gesüßten schwarzen Tee mit viel Milch, für den Überraschungseffekt sorgen dann die sogenannten “Tapioca-Pearls”: dunkle Perlen mit ca. 1 cm Durchmesser aus pflanzlicher Stärke mit weingummiähnlicher Konsistenz und die eigentlich – hmmm - nach nichts schmecken. Trotzdem ist das Trinkgefühl dieser Perlen beim Hochsaugen durch den extradicken Strohhalm und Draufrumkauen irgendwie lustig und auf jeden Fall zumindest eine Probe wert.


